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Sep 05
Sontag
Unsere Programmierungen sind NICHT von uns geschrieben PDF Drucken E-Mail

altAlle wichtigen Programme, Glaubensmuster bzw. Verhaltensmuster werden im Alter von 0 - 6 Jahren in unser Unterbewusstsein geschrieben.

Man spricht hier vom Alter der kulturellen Integration. In diesem Alter sind wir in einem regelrechten Super-Learning-Zustand und lernen alle wichtigen Dinge, um uns in unserer Familie und unserem Kulturkreis zurecht finden zu können.

Wir können in dieser Zeit ohne Probleme drei verschiedene Sprachen lernen. Unser aktives, kreatives Bewusstsein ist in dieser Zeit noch nicht aktiv. Es ist, so als ob wir hinter einer Glasscheibe sitzen und uns anschauen, wie das Leben funktioniert, aber selber noch nicht aktiv sind.

In diesem Zeitraum entwickeln wir auch unsere Selbstidentität. Wir lernen in dieser Zeit, wer wir sind. Und das lernen wir von unseren Eltern. Sie sagen uns mit und ohne Worte, ob wir gut oder schlecht sind, ob sie mit uns zufrieden sind oder nicht, wann sie uns lieb haben und wann nicht, ob wir Dinge richtig oder falsch machen. Diese Selbstidentität und Programme begleiten uns unser ganzes weiteres Leben.

Die Jesuiten wussten bereits von diesem Zusammenhang. Sie sagten: „Gebt mir ein Kind im Alter von 6 - 7 Jahren und es wird für den Rest seines Lebens der Kirche gehören.“ Sie wussten, wenn man das „Kirchenprogramm“ in ein Kind bis zum 6. bis 7. Lebensjahr eingebracht hatte, würde es immer dieses Kirchenunterbewusstsein haben, ganz gleich wie alt das Kind später wäre.

Einige Bespiele von Bruce Lipton:

Wenn ein Kind seine Eltern in einem Geschäfft terrorisiert, weil es unbedingt etwas haben will, schreien die Eltern das Kind an und sagen: „Du verdienst das nicht!“.  Den Eltern ist in diesem Moment nicht klar, besonders wenn es sich um ein Kind jünger als 6 Jahre handelt, dass die Worte direkt in den Speicher des Unterbewusstseins gelangen.

Das Kind ist jetzt vielleicht 40 Jahre alt, sitzt im Büro und denkt sich: „Ich kann doch mehr! Eigentlich sollte ich im Management sein. Ich bin besser als die Kollegen hier. Warum sitze ich also noch hier?“. Das Bewusstsein möchte gerne ins Management, aber das Unterbewusstsein hat die alte Programmierung von vor 34 Jahren und sagt: „Du verdienst das nicht!“. Auf Grund dieser Programmierung sabotiert sich der Mann selbst, um sicher zu gehen, dass er es wirklich nicht verdient und ist sich dessen nicht einmal bewusst.

Die Rolle des Unterbewusstseins ist es, Kohärenz zu schaffen, d.h. dass keine Widersprüche zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein entstehen zu lassen. Es koordiniert also das echte Leben mit den unbewussten Programmen bzw. Glaubenssätzen. Wenn die Programme negativ sind, wird es ein Leben erschaffen, das diesen negativen Unterprogrammen entspricht.

Wenn wir also negative Programmierungen im Alter von 0 – 6 Jahren bekommen haben, werden wir jeden Tag zwischen 95% und 99% davon beeinflusst. Unser Leben läuft sozusagen automatisch ab, ohne dass wir es überhaupt mitbekommen.

Die meisten von uns verwenden im täglichen Leben kaum das Bewusstsein, denn wir denken damit in der Regel über die Zukunft und die Vergangenheit nach. Während wir nachdenken, wer beschäftigt sich dann mit der Gegenwart? Das erledigt das Unterbewusstsein.

Wenn wir z.B. Autofahren lernen, konzentrieren wir uns auf alles: Das Schalten, Kuppeln, in den Rückspiel schauen, in den Außenspiegel schauen, Blinker setzen. Manche Menschen brauchen so viel Bewusstsein dafür, dass sie gar nicht fahren können, weil das Bewusstsein zu langsam ist und nicht so viele Daten auf einmal verarbeiten kann.

Nach einigen Jahren Fahrpraxis kann man sich während der Autofahrt ohne weiteres mit jemandem unterhalten, während man überhaupt nicht auf das Autofahren achtet. Wir wissen gar nicht mehr, wo wir überall lang gefahren sind. Wer ist da eigentlich gefahren? Das Unterbewusstsein.

Wenn das Bewusstsein auf etwas fokussiert, bekommt man nicht mit, was das Unterbewusstsein gerade macht. Und das ist auf alle alltäglichen Situationen anwendbar.

Ein anderes Beispiel:

Wir können oft ein gleiches Verhalten zwischen Mutter und Tochter beobachten. Sagen wir dann zu einer Freundin: “Du bist genauso wie deine Mutter!“, wird sie wahrscheinlich widersprechen. Warum fällt ihr nicht auf, wie ähnlich sie ihrer Mutter ist? Weil sie ihr unbewusstes Verhalten von Ihrer Mutter gelernt hat und es gar nicht weiss.

Den größten Teil des Tages laufen bei uns also automatische Programme und Verhaltensweisen ab, die wir von anderen übernommen haben, und bekommen es nicht einmal mit.

Da wir uns dessen aber nicht bewusst sind, sagen wir, wenn etwas nicht funktioniert: „Ich hab mir das doch gewünscht! Warum hat es nicht funktioniert? Das Universum unterstützt mich nicht!“ In Wahrheit haben unsere eigenen, unbewussten Programmierungen uns sabotiert.

Erfahren Sie jetzt, wie wir einen Zugang zu unserem Unterbewusstsein bekommen. Mehr

 
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